Frittenbude: alles andere als Fast-Food für die Ohren.
Wo werden die Revolutionen geschmiedet? In großen Tagungssälen, schicken Cafés oder elitären Debattierclubs? Mitnichten. Die Anarchie ist mit der Straße verschmolzen. Und ihre Energie gibt’s an der „Frittenbude“. Mit eindeutig linksdrehenden Milchsäuren im Hirn und magenumdrehenden Bässen aus den Boxen pumpen sich Frittenbude ab April wieder durch die Hallen der Nation. Sicher dir jetzt deine Tickets für die Frittenbude Tour 2012.
Mit ihrem Debütwerk „Nachtigall“ (2008) und dem gutgelaunten Dauerbrenner „Mindestens in 1000 Jahren“ katapultierten sich Frittenbude in die Ohren der heutzutage zu 99,9% elektroaffinen Indiegemeinschaft. Dank ihrer zweiten Platte „Katzengold“ (2010) etablierte sich das bayrische Trio und heimste auch erste Preise wie mittlerweile ganze fünf ECHOs ab. Nun kommen die Jungs um Frontmann Martin Steer mit ihrem dritten Album daher – und geloben, alles gewesene in den Schatten des Basslasters zu stellen. „Delfinarium“ (2012) verspricht zu rocken, aufzurütteln, zu bezirzen, zu animieren – und jeden einzelnen Tanzmuskel zum Glühen zu bringen. Alleine die Tracklist schürt schon die Vorfreude auf das, was akustisch zu erwarten ist. Ob „Gotye“-Reminiszenzen („Heute Bist Du Nur Ein Mädchen Das Ich Einmal Gekannt Hab“), Genitiv-Verweigerungen („Nur Wegen Dem Eiskonfekt“) oder potenziell konsumkritische Rebellionsballaden („Von Allem Zu Viel“) – Frittenbude werden mit Delfinarium ganz sicher nicht ins Wasser fallen. Und dank der Januar-Single „Einfach nicht leicht“ gibt’s schon einen netten Ausblick, wie der 2012er Sound der Elektropunks so klingen könnte.
Auch wenn es oberflächlich den Anschein erwecken mag: Frittenbude machen alles andere als Fast-Food für die Ohren. Texte zum Nachdenken, Refrains zum Mitsingen, Melodien zum Abtanzen – die drei Kumpels aus Geisenhausen sind die Vordenker der Szene und werden in uns auch auf den Konzerten der Frittenbude Tour 2012 wieder für ein paar Stündchen die Revolution keimen lassen.

