Die Frankfurter Buchmesse und der Content-Handel

Der kleine Inselstaat Island ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse
Die größte Buchmesse Deutschlands findet immer im Oktober in Frankfurt statt. Die Messe in Frankfurt begrüßt jeden Herbst um die 300.000 Besucher und gehört somit zu den wichtigsten Handelsplätzen für Bücher und Lizenzen. Die Frankfurter Buchmesse weist eine mehr als 500 jährige Tradition auf und geht demnach bis in die Zeiten von Gutenberg zurück, der die Stadt Frankfurt bereits im späten 17. Jahrhundert zu der zentralen Buchmesse-Stadt-Europas machte.
Die Frankfurter Buchmesse ist aber nur in zweiter Instanz eine Messe für die Besucher. Sie gehört zu den größten Plattformen für den Verkauf von Buchrechten/-lizenzen. Besonders die Software- und Multimedia-Anbieter haben es auf die Inhalte und Geschichten von Büchern abgesehen, den ohne Inhalt sind neue technologische Entwicklungen mehr oder weniger wertlos.
Für die Film- und Spieleindustrie gewinnen die Lizenzgeschäfte mit den Verlagen somit immer mehr an Bedeutung. Der Handel mit dem Unique Content (engl. unique = einzigartig; content = Inhalt) könnte also zum wesentlichen Bestandteil der Frankfurter Buchmesse werden, denn die „die Buchbranche sitzt auf einem Schatz an Inhalten“, so der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos.
Vom 12 bis zum 16. Oktober findet dieses Jahr die Buchmesse Frankfurt statt und wie in jedem Jahr stellt ein Gastland einen besonderen Themenschwerpunkt, der mit großem kulturellen Rahmenprogramm sowie Förderungen untermauert wird. „Sagenhaftes Island“ – unter diesem Motto wird sich das kleine Land auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren. Neben den Neuerscheinungen renommierter isländischer Autoren wird alles unternommen den Zuschauern auch aus den Bereichen Film, Musik und Kunst die Faszination rund um die größte Vulkaninsel der Erde zu vermitteln.
